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Monterrey: Zuckerhäppchen und andere Kleinigkeiten Es gibt sie immer wieder: Menschen, die nach Monterrey fahren,
obwohl doch Guanajuato, Guadalajara und andere Orte so viel schöner sein sollen.
Lieber Monterrey-Fahrer, lass dir gesagt sein: Das Gerücht stimmt! Trotzdem
musst du nichts bereuen. Denn um Monterrey herum gibt es unendlich viele Schönheiten
zu sehen, die noch nicht mal schwer zu erreichen sind. Klar machen, was man will: An der UANL Die Zusammenarbeit mit den Deutsch-Dozenten an der Universidad Autonoma de Nuevo Leon funktionierte sehr gut. Möglichst früh sollte man klar machen, was man will. Wer ganz viel unterrichten und ganz wenig herumsitzen will, sollte das deutlich kundtun, dann geht auch was - bis hin zu einer 50:50-Teilung der Unterrichtsstunden. Mehr als zwei Stunden pro Tag sind das eh nicht. Also sollte man zusehen, dass was geht, dann geht auch was. Bei anderen Praktika, hab' ich mir sagen lassen, soll ja nicht so viel gegangen sein. Obacht! Pflicht: Die Avenida 5 de Mayo Einer deiner ersten Wege sollte dich in die Avenida 5 de Mayo im Zentrum führen. Da jeder irgendwann den schönen Palacio sehen will, führt an dieser Straße ohnehin kein Weg vorbei. Bei Blickrichtung San Nicolas de los Garza liegt links neben dem Palacio eine kleine Kirche und daneben das Tourstik-Info-Büro, dessen unverkennbares Zeichen ein "?" auf blauem Grund ist. Das Touribüro in der 5 de Mayo bietet dir gratis alle Informationen, die du für Monterrey benötigst. Vor allem lass dir einen Busplan aushändigen (ja, die gibt es!), damit du früh genug lernst mit den Bussen klar zu kommen. Sonst kommst du nämlich nie alleine raus von zu Haus! Jetzt kann es also los gehen! Zuckerhäppchen: Parque La Estanzuela Auf keinen Fall verzichten sollte man auf den Ausflug in den Parque La Estanzuela, ein wahres Zuckerhäppchen für Stressgeplagte, Kostenpunkt fünf Pesos plus Busticket. Busfahrer der Linie 5 bringen einen problemlos bis zum Eingang in Valle Alto, danach sollte man sich jedoch ein Taxi gönnen, weil noch etwa fünf Kilometer bis zum Parkeingang zurückzulegen sind. Am Anfang wandelt man nur ein langweiliges, dafür aber kristallklares Rinnsal entlang (schön schattig, ist was für Leute, die sich ungern überanstrengen), aber am Ende des offiziellen Parks geht es mächtig bergauf und man wird für die Plackerei bald durch einen furiosen Canyon-Blick entschädigt, der nur noch von der Aussicht auf El Cielo überboten wird. Der Park schließt zwar um sechs Uhr abends, aber nur nicht die Nerven verlieren. Man kommt immer wieder raus, auch noch um Mitternacht. Wer nicht so gerne wandert und klettert, kann am Eingang in den Park wunderbar picknicken. Dort gibt es - ebenfalls bei toller Aussicht - Plätze und Tische für Ausflügler. Noch sehenswerter ist ein Ausflug nach La Huasteca. Die bizarren
Gesteinsformationen, die aussehen, wie mit einem geriffelten Käsemesser abgeschnitten,
lassen echtes Karl-May-Feeling aufkommen. Die Buslinie "La Huasteca" bringt
einen bis zum Eingang, danach sind noch ein paar Hundert Meter zu wandern. In Monterrey kann man von März bis Oktober ins Schwimmbad. Gerade
unter der Woche kommt man sich dabei vor wie Rockefeller in Privatpension.
Denn man hat 10 x 50 Meter Pool praktisch für sich allein! Der Trick: fragen, sooft es geht Das waren nur ein paar Exempel für Besichtigungstouren, die man zur Not - ich habe es vorgemacht - auch völlig allein durchziehen kann. Man muss das auch manchmal, denn das "offizielle" Programm läuft oft nicht wie geplant! Und wenn man ein bisschen Spanisch kann, geht man auch nicht verloren. Der Trick ist nur: fragen, sooft es geht. Dann tragen einen die freundlichen Mexikaner notfalls persönlich ans Ziel. Und nette interkulturelle Kontakte stellen sich quasi nebenbei ein. Entdecker-Herz, was willst du mehr?!? |
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